|
Prof.
Dr. med. Otto Nacke gestorben Die DGI trauert
um Prof. Dr. med. Otto Nacke, der am 17. Oktober 2006 im 92. Lebensjahr
verstorben ist. Professor Nacke, Träger des Bundesverdienstkreuzes 1.
Klasse, war seit 52 Jahren Mitglied der DGD/DGI und engagierte sich bis
kurz vor seinem Tod für grundlegende informationswissenschaftliche Fragen.
1979 prägte er in seinem Beitrag Informetrie. Ein neuer Name für eine neue
Disziplin in unserer Zeitschrift Nachrichten für Dokumentation
den Begriff Informetrie (NfD 30(1979)6, 219-226). Es war ihm nicht mehr
vergönnt, zu erleben, dass sich die kommende Schwerpunktausgabe der IWP
dieser Thematik jetzt aktuell widmet. Das Thema, das ihn in den letzten
fünfzehn Jahren zunehmend umtrieb, war die Frage der Verlässlichkeit und
Gültigkeit von Gesagtem, Geschriebenem und Nachgewiesenem. Im April 2006
hatte er die Redaktion noch einmal besucht, um seinen Beitrag zum Thema
Veritologie, zu besprechen, sein letzter, der in Heft 4/2006 erschienen
ist. Eine Würdigung der vielfältigen Verdienste dieses Pioneers der
medizinischen Information und Dokumentation in Deutschland brachte die IWP
anlässlich des 90. Geburtstags von Prof. Nacke im Jahr 2005. Unser
Mitgefühl gilt seiner Frau, seinen Kindern und Enkelkindern .
-.-.-
Endgültiges Aus für
IPSI
Am 17. Oktober 2006 hat der
Senat der Fraunhofer-Gesellschaft dem Vorschlag des Fraunhofer-Vorstands
zugestimmt, das IPSI zum 1. November 2006 aufzulösen. Damit ist das
Kapitel Infrastruktur- und Forschungseinrichtung für die Fachinformation
in Deutschland endgültig beendet, pikanterweise praktisch zeitgleich mit
der Schließung des letzten für Fachinformation zuständigen Referats im
BMBF. Offizielle Begründungen sind der Rückzug des erst ein gutes Jahr
vorher als Nachfolger von Erich Neuhold an die TU und in die
Institutsleitung berufenen KI-Experten Thomas Hofmann im Frühjahr 2006 zu
Google nach Zürich und die nicht zufriedenstellende Wandlung des
erfolgreichen forschungsorientierten GMD-Instituts zu einem
industrieorientierten Fraunhofer-Institut.
Allerdings hatten die Gremien
der Fraunhofer-Gesellschaft bereits unmittelbar nach der Fusion von GMD
und Fraunhofer im Jahr 2001und der damit einhergegangenen sprunghaften
Verdoppelung der Zahl der IuK-Institute auf eine erneute Reduktion dieses
Bereichs nach der vom BMBF großzügig unterstützten Übergangszeit von fünf
Jahren gedrängt. Für Beschäftigte, deren Verträge nicht ohnehin bis Ende
2007 auslaufen, sollen, wie es heißt, sozialverträgliche Lösungen gefunden
werden. Betriebsbedingte Kündigungen behält sich der Vorstand ausdrücklich
vor. Die DGI verliert damit ein korporatives und infolge beruflicher
Umorientierungen auch persönliche Mitglieder. Laufende Projekte werden an
anderen Fraunhofer-Instituten weitergeführt und bestehende
Industriekontakte und geistige Eigentumsrechte übernommen .
-.-.-
3. German Competitive
Intelligence Conference in Dresden Vor
dem Hintergrund der 800-Jahr-Feier Dresdens lädt das Deutsche
Competitive Intelligence Forum (DCIF), München, zur 3. German
Competitive Intelligence Conference in die Residenzstadt an der Elbe
vom 13. bis 16. November 2006. Ort der Tagung ist das
Hilton-Hotel in unmittelbarer Nähe der wiedererstandenen Frauenkirche. Auf
dem Programm stehen verschiedene Highlights wie Praxis- und
Wissenschafts-Keynotes, diverse Sessions und kontroverse
Expertengespräche. DGI-Vorstand Dr. Luzian Weisel wird für die DGI die
Teilnehmer begrüßen. Aus dem Themenangebot: CI in verschiedenen Branchen,
Internationales wie "CI in der öffentlichen Verwaltung", "CI in Osteuropa"
oder "Open BC als Intelligence-Netzwerk?" und "CI-Projekte outsourcen oder
inhouse abwickeln?". Weitere Details auf www.dcif.de. -.-.-
105 Jahre
Swets Der
Information Service Dienstleister Swets feierte zur Frankfurter
Buchmesse mit der Branche sein 105jähriges Bestehen. Hervorgegangen aus
der 1901 in Amsterdam gegründeten Fachbuchhandlung, die auf neue und
antiquarische Wissenschaftsliteratur spezialisiert war, fungiert die
Agentur heute als "Schnittstelle zwischen 65.000 Verlagen und
Informationsanbietern sowie 60.000 Bibliotheken, Informationszentren,
Einkäufern und Anwendern weltlweit. In den 60er Jahren war Swets bereits
die größte Subskriptionsagentur Europas, Ende der 90er Jahre folgte als
"Paukenschlag" die Fusion von Swets Subscription Service und Blackwell's
Information Services zu Swets Blackwell. Daraus folgte vier Jahre später
mit Übernahme der restlichen Blackwell-Anteile die Neupositionierung als
Swets Information Services. Mit weltweit 22 Büros, darunter
Niederlassungen in Autralien, Kanada, USA, China und Russland, pflegt
Swets heute Kundenkontakte in 160 Ländern. Angesichts des immer komplexer
werdenden Marktgeschehens formulierte CEO Arie Jongejan die Aufgaben
seiner Agentur wie folgt: Zu den klassischen administrativen
Dienstleistungen kommen jetzt die "explorativen" Aufgaben. Swets
versteht sich als "Scout im Dschungel der Angebote und Konditionen" und
dient der Vertrauensbildung zwischen den Marktpartnern.
-.-.-
Bundeszentrale für politische
Bildung: Neues Webangebot vermittelt
Wissen Mit
der neu gestarteten Website zur Gesundheitspolitik (www.bpb.de/gesundheitspolitik)
will die Bundeszentrale für politische Bildung BPB aktuelles Wissen
vermitteln, nicht zuletzt um die Diskussion zur Gesundheitsreform zu
versachlichen. Die neue Website spiegelt den Stand der Debatte, macht
Gesetze und Argumente transparent und hält ein umfangreiches
Serviceangebot bereit. So werden die sechs Kernthemen zur
Gesundheitspolitik in Form von Lerntouren vorgestellt. Meinungsumfragen,
Wissenstests und ein interaktives Wissensnetz ergänzen das Angebot zur
aktuellen Orientierung. -.-.-
Wirtschaftliche Lage bei FIZ
Karlsruhe stabilisiert FIZ
Karlsruhe ist bei der Neuorientierung vom Anbieter elektronischer
Fachinformation zum Dienstleister für Wissensmanagement und Informations-
und Wissenstransfer in Wirtschaft und Wissenschaft entscheidend
vorangekommen. Das betonte der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Wolf-Dieter
Lukas anlässlich der Vorstellung des Geschäftsberichts 2005. Dabei nehmen
die erfolgreichen Partnerschaften mit der Max-Planck-Gesellschaft und
mit Chemical Abstracts Service (CAS) "einen hervorragenden Stellenwert"
ein. Geschäftsführerin Sabine Brünger-Weilandt erklärte, der 2005
eingeleitete Strategieprozess habe das Ziel, "das Kerngeschäft ebenso
wie die Innovationskraft von FIZ Karlsruhe zu stärken". Trotz schwieriger
Finanzlage in der Forschung und Wissenschaft habe sich die wirtschaftliche
Situation bei FIZ Karlsruhe stabilisiert. Der größte Geschäftsbereich -
der Online-Dienst STN International, gemeinsam betrieben mit
der CAS und der Japan Science and Technology Agency (JST) - erreichte
über die bei FIZ Karlsruhe verzeichnete Nutzung einen Umsatz von 49,5 Mio.
Euro, darunter auch Inkasso-Leistungen für andere STN-Partner.
Mehr -.-.-
Jeder dritte Forscher hat
schon einmal geschummelt Jeder
dritte Wissenschaftler hat in einer Veröffentlichung seiner
Forschungsergebnisse schon einmal mehr oder weniger schwer geschummelt.
Das ergab eine Umfrage unter mehr als 3000 amerikanischen
Wissenschaftlern. Diese Quote sei in Deutschland nach ihrer Erfahrung kaum
anders, sagt die Professorin Ulrike Beisiegel in der "Apotheken Umschau".
Sie untersucht als Ombudsfrau der Deutschen Forschungs-Gemeinschaft (DFG)
zusammen mit zwei Kollegen Vorwürfe gegen betrügerische Forscher. Sie
fordert, die Wissenschaft müsse davon wegkommen, Erfolg an der Zahl
von Publikationen zu messen. Seit 2005 ist sogar die Höhe der Besoldung
von Professoren indirekt an die Menge ihrer Veröffentlichungen
gekoppelt. Das verführt zu Fälschungen. Beisiegel: "Wir müssen viel
weniger publizieren, die Zahl der Zeitschriften müsste deutlich sinken,
und statt Quantität müsste viel mehr die Qualität im Vordergrund
stehen." -.-.-
Größte Suchmaschine für Bücher
jetzt auch in Deutschland Der
weltweit größte Preisvergleich für Bücher, BookFinder.com aus Berkeley,
Kalifornien, expandiert nach Europa: Über die deutschsprachige Plattform
JustBooks.de finden Buchkäufer ab sofort mehr als 100 Millionen Bücher aus
50 Ländern zum besten Preis. Über JustBooks.de lassen sich
gleichzeitig alle großen Buchhandlungen und Marktplätze wie Amazon,
ZVAB und Abebooks nach einem bestimmten Titel durchsuchen. So kann man
unter www.JustBooks.de die Preise
von über 100 Millionen antiquarischen, gebrauchten und neuen Büchern
sekundenschnell vergleichen. Bei der Metasuche wird auf eine
besonders nutzerfreundliche Aufbereitung und klare Darstellung der
Suchergebnisse geachtet: Flexible Filterfunktionen, wie z.B. Suche nach
Erstausgaben, signierten Büchern oder ausgewählten
Sprachen, erlauben sowohl Sammlern als auch preisbewussten Kunden, in
kürzester Zeit das gesuchte Buch zu finden. Alle Versandkosten
werden gleich in den
Suchergebnissen angezeigt. -.-.-
Wikipedia kostenlos auf Handy,
PDA und PC Seit
der Buchmesse bietet der Medienhändler libri.de unter www.libri.de/wikipedia das
aktuelle Internet-Lexikon Wikipedia zum Download für Handy, PDA und PC
an. Das Wikipedia-eBook powered by Libri.de bietet dem Nutzer
permanent und kostenlos Zugriff auf alle Basis-Inhalte (400.000 Einträge)
sowie ein umfangreiches Inhaltsverzeichnis, das sich an jeder Stelle
der Enzyklopädie aufrufen lässt. Es verfügt sowohl über einen
Stichwortindex als auch über einen Kategorienindex und einen Themenindex.
Das attraktive Design bildet genauso Tabellen wie Formeln und
Sonderzeichen optimal ab und hilft, dem Nutzer sich zurecht zu
finden. Darüber hinaus lassen sich Themen durch weiterführende Links
zu anderen Informationsseiten im Internet ergänzen, sofern ein
Internetzugang für das mobile Endgerät existiert. Der Nutzer gelangt dann
zu der bildschirmoptimierten Wapversion der Wikipedia. Über diese können
einzelne Bilder und Grafiken abgerufen und auch eigene Einträge verfasst
werden. Das neue, mobile Wikipedia-eBook wurde im Mobipocket-Format
entwickelt und läuft plattformunabhängig auf Palm, PDA, Smartphone und PC.
Die Readersoftware kann ebenfalls schnell und kostenfrei unter www.libri.de/ebooks
heruntergeladen werden. -.-.-
Call for Papers:
IWP-Themenheft "Suchmaschinen" Zum
zweiten Mal wird die IWP ("Information - Wissenschaft und Praxis") ein
Suchmaschinen-Themenheft veröffentlichen: "Suchmaschinen - Qualität -
Ranking - Anwendungen" steht über der Ausgabe 03/2007, die Ende April 2007
erscheint. Dazu lädt Gastherausgeber Dr. Dirk Lewandowski,
Düsseldorf, alle Experten, die sich mit den dazu
passenden Themenfeldern beschäftigen, zum Einreichen von Beiträgen
ein: Der Schwerpunkt befasst sich wiederum unter
informationswissenschaftlichen Gesichtspunkten mit der Technologie und der
Leistung der Suchmaschinen. Während die Web-Suchmaschinen im Vordergrund
stehen, sind auch Beiträge zu Spezialsuchmaschinen und der Verwendung von
Suchmaschinentechnologie in weiteren Kontexten willkommen. Es werden
zwei Arten von Papers veröffentlicht: Reguläre Aufsätze mit einem Umfang
von ca. 30.000 Zeichen sowie kurze Papers mit einem Umfang von etwa 10.000
bis 15.000 Zeichen. Die letztgenannte Kategorie ist vor allem für die
Beschreibung von laufenden Projekten sowie für Berichte aus Unternehmen
gedacht, während die erste Kategorie stärker auf die Wissenschaft
orientiert ist. Mehr unter http://dirklewandowski.edublogs.org/ -.-.-
Call for Papers: 31. Tagung
der ASpB in Berlin 2007 Die Arbeitsgemeinschaft
der Spezialbibliothekenn (ASpB) veranstaltet alle zwei
Jahre Tagungen zur Weiterbildung ihrer Mitglieder, zur Förderung von
Erfahrungsaustausch, Koordination und Kooperation zwischen Bibliotheken.
Mit Vorträgen und Workshops bietet die Tagung ein Diskussionsforum für die
spezifischen Herausforderungen, denen sich Spezialbibliotheken
stellen. Die nächste Tagung, die 31., findet an der Technischen
Universität Berlin vom 25. bis 28. September 2007 statt unter dem
Motto "Kooperation versus Eigenprofil"? Die geplanten Themen umfassen alle
Aspekte der Kooperation und der Profilbildung an Spezialbibliotheken.
Schwerpunkte sollen sein: Kooperationsprojekte: Theorie und
Praxis, Profilbildung als Aufgabe von
Bibliotheken, Wissensmanagement, One Person
Libraries, Internationale Entwicklungen und
Projekte, Erschließung und Bewahrung von Altbestand in
Spezialbibliotheken, Urheberrecht / Open Access, Fernleihe /
Online-Fernleihe / Dokumentlieferung, Erwerbung, Methoden der
Erschließung / Regelswerksänderungen, Wirtschaftsfaktor Information
sowie Workshops zur Digitalisierung und zum Elektronischen
Publizieren. Erwünscht sind Beiträge, die sich mit theoretischen
Grundlagen oder praktischen Lösungen in diesen und angrenzenden
Themenbereichen aus der Perspektive der Bibliotheks- und
Informationswissenschaft oder verwandter Disziplinen auseinandersetzen.
Angebote zur Durchführung weiterer Workshops sind ebenso willkommen.
Einsendeschluss für Beiträge (nur Kurzfassungen, max. 400 Wörter): 15.
Dezember 2006. Weitere Infos: Dr. Juergen Warmbrunn, Herder-Institut,
Bibliothek, Tel.: 06421-184-150, Fax: 06421-184-139, E-mail: warmbrunn@herder-institut.de
-.-.-
Kurz
notiert DGI-Mitglied Wolfgang Lutz hat
seine Homepage neu gestaltet. Hier die Webadresse: www.infobroking.de. +++ Die
Unternehmensberatung WissensWert hat durch Kooperationen mit
Patentanwälten ihr Angebot an Seminaren zum Patentrecht deutlich
erweitert. DGI-Mitglieder erhalten auf die Seminare zum Patentrecht und
zur Patentinformation 20 Prozent Rabatt. Infos: http://wissenswert.imac-webhosting.de/public/index.php |